Zeitschiene

Eine Erfolgsgeschichte

2002

GML veröffentlicht seine Eigentümerstruktur.

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2001

Yukos ist das erste russische Ölunternehmen, das quartalsweise Finanzberichte veröffentlicht.

2002

GML veröffentlicht seine Eigentümerstruktur.

2003

Yukos beschäftigt 100.000 Menschen, wird Russlands zweitgrößter Steuerzahler, erreicht einen Marktwert von 33 Mrd. $ und kommt unter die Financial Times Top-10 der globalen Unternehmen mit dem größten Aktionärsvertrauen.

Eine gewaltsame Enteignung

Der Vorstandsvorsitzende von Yukos, Michail Chodorkowski, nimmt an einem im Fernsehen ausgestrahlten Treffen mit Präsident Putin und anderen führenden Geschäftsleuten teil und ruft zum Handeln gegen die Korruption auf.

Oktober

Chodorkowski wird von Sicherheitskräften mit Waffengewalt festgenommen und verbringt die nächsten zehn Jahre im Gefängnis.

Dezember

Die Steuerbehörde fordert von Yukos eine Zahlung von 3,5 Milliarden US-Dollar – nur einige Monate nachdem eine reguläre Prüfung dem Unternehmen die Einhaltung aller steuerrechtlichen Vorgaben bescheinigt hatte – und ordnet Zahlung innerhalb von zwei Tagen an.

Eine gewaltsame Enteignung

2004

Die russischen Behörden beschlagnahmen alle Anteile an Yukos' größtem Produktionsunternehmen, Yuganskneftegaz. Das Unternehmen wird später innerhalb von 10 Minuten an die nur wenige Tage zuvor registrierte Baikal Finance Group versteigert. Nur wenige Tage nach der Auktion wird Baikal von Rosneft, einem staatlich kontrollierten Ölproduzenten, erworben.

2005

GML leitet ein unabhängiges Schiedsgerichtsverfahren in Den Haag ein. Drei renommierte Schiedsrichter werden gewählt: einer von der Russischen Föderation, einer von GML und einer vom Ständigen Schiedshof, welcher das Verfahren administriert. Über neun Jahre prüfen sie mehr als 4000 Seiten an Beweisen, führen 33 Tage lang Anhörungen durch und befragen 23 Experten.

2006

Yukos wird in die Insolvenz gezwungen.

2005

GML leitet ein unabhängiges Schiedsgerichtsverfahren in Den Haag ein. Drei renommierte Schiedsrichter werden gewählt: einer von der Russischen Föderation, einer von GML und einer vom Ständigen Schiedshof, welcher das Verfahren administriert. Über neun Jahre prüfen sie mehr als 4000 Seiten an Beweisen, führen 33 Tage lang Anhörungen durch und befragen 23 Experten.

Suche nach Gerechtigkeit

Wassili Aleksanjan (oben), ein Ehrenmann, weigert sich, gegen Yukos-Kollegen falsch auszusagen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt seine Haft, dochber stirbt zwei Jahre nach seiner Freilassung, nachdem ihm dringende medizinische Behandlung verweigert worden war.

18. Juli 2014

Das Schiedsgericht in Den Haag entscheidet, dass Yukos seitens der Russischen Föderation rechtswidrig enteignet wurde, und spricht GML eine Entschädigung in Höhe von über 50 Milliarden US-Dollar zu. Das Schiedsgericht führte Folgendes aus:

Russische Gerichte haben sich dem Willen der russischen Regierung unterworfen, um Yukos in die Insolvenz zu treiben, deren Vermögen einem staatlich kontrollierten Unternehmen zu übertragen und einen Mann zu inhaftieren, von dem sich abzeichnete, dass er ein politischer Konkurrent werden würde.

Das Hauptziel der Russischen Föderation war nicht, Steuern einzuziehen, sondern Yukos in die Insolvenz zu treiben und sich deren wertvolles Vermögen anzueignen.

Die Eigentümer konnten nicht vorhersehen, dass sie die Vernichtung ihrer Investitionen und die Zerstörung von Yukos riskierten.

Suche nach Gerechtigkeit

2015

Als Russland die Zahlung dem Schiedsspruch gemäß in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar ablehnt, leitet GML – über seine Tochtergesellschaften Yukos Universal und Hulley Enterprises – Vollstreckungsverfahren in Belgien, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und Indien ein.

Auf russischen Druck veranlasst die belgische Regierung im Eilverfahren die sofortige Verabschiedung eines "Yukos-Gesetzes", welches es für geschädigte Personen schwieriger macht, Vermögenswerte fremder Staaten beschlagnahmen zu lassen. Frankreich erlässt später ähnliche Bestimmungen.

31. Juli 2014

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte urteilt, dass die Russische Föderation die Europäische Menschenrechtskonvention verletzt hatte, und spricht ehemaligen Yukos-Aktionären 1,9 Milliarden Euro zu.

2015

Als Russland die Zahlung dem Schiedsspruch gemäß in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar ablehnt, leitet GML – über seine Tochtergesellschaften Yukos Universal und Hulley Enterprises – Vollstreckungsverfahren in Belgien, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und Indien ein.

Auf russischen Druck veranlasst die belgische Regierung im Eilverfahren die sofortige Verabschiedung eines "Yukos-Gesetzes", welches es für geschädigte Personen schwieriger macht, Vermögenswerte fremder Staaten beschlagnahmen zu lassen. Frankreich erlässt später ähnliche Bestimmungen.

20. April 2016

Das Bezirksgericht von Den Haag stellt die Entscheidung des Schiedsgerichts von 2014 nicht in der Sache in Frage, hebt aber den Schiedsspruch über 50 Milliarden Dollar auf und erklärt, das Schiedsgericht sei nicht zuständig gewesen. Die Entscheidung erfährt im juristischen Schrifttum keine unabhängige Zustimmung.

13. März 2017

GML reicht beim Den Haager Berufungsgericht ihre Berufung ein. Unser Ziel ist es, die Entscheidung des Bezirksgerichts von 2016 aufheben zu lassen.